Trunkenheit im Verkehr

Häufig kommt es zur Strafverfolgung wegen der Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss. Entscheidend für die weiteren Konsequenzen ist hier häufig die Blutalkoholkonzentration, also der Promillewert.
Bei der Blutalkoholkonzentration ist zwischen der absoluten und der relativen Fahruntüchtigkeit zu unterscheiden.

Absolute Fahruntüchtigkeit
Bei der absoluten Fahruntüchtigkeit kommt es einzig und allein auf die Überschreitung einer bestimmten Blutalkoholkonzentration (BAK) an.
Wenn also die 1,1 Promille Grenze überschritten ist, liegt absolute Fahruntüchtigkeit bei Kraftfahrzeugfahrern vor.
Bei Fahrradfahrern hingegen liegt die Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit bei 1,6 Promille.
Ausgangspunkt für die BAK ist der Tatzeitpunkt. Wird erst einige Zeit später Blut abgenommen, ist die BAK zurückzurechnen. Hierbei sind drei Phasen zu unterscheiden:

Absorptionsphase: Sie beginnt unmittelbar nach dem Trinkende. Während dieser Zeit wird der Alkohol vom Körper aufgenommen.
Es folgt die Resorptionsphase. Sie erfasst die ersten drei Stunden nach Trinkende. Nun entfaltet der Alkohol im Körper seine volle Wirkung und die BAK kann festgestellt werden.
Während der Eliminationsphase wird der Alkohol wieder abgebaut. Die Rechtsprechung legt hierbei einen Mindestabbau von 0,1 Promille pro Stunde zu Grunde.

Relative Fahruntüchtigkeit
Eine relative Fahruntüchtigkeit kann sowohl beim Konsum von Alkohol, als auch beim Konsum von Betäubungsmitteln vorliegen. Liegt der BAK Wert zwischen 0,3 Promille und 1,1 Promille, kommt eine relative Fahruntüchtigkeit in Betracht. Es müssen jedoch weitere Umstände hinzutreten, die beweisen, dass der Alkohol- bzw. Rauschmittelgenuss zur Fahruntüchtigkeit führt. Solche Umstände sind z.B. Ausfallerscheinungen, erheblich überhöhte Geschwindigkeit, auffällige, regelwidrige und sorglose Fahrweise, das Fahren von Schlangenlinien, falsche oder verzögerte Reaktionen, unsichere Fahrweise.